Aktuelles

  1. Corona – Sozialpakt – Hinzuverdienstgrenze        Diese Woche hat der Deutsche Bundestag (16.12.2020) und Bundesrat (18.12.2020) die Hinzuverdienstgrenze zur Altersrente für das Jahr 2021 von 6.300€ auf 46.060€ erhöht.

    Arbeitnehmer welche Altersrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze beziehen haben eine Hinzuverdienstgrenze. Hinzuverdienst über 6.300 Euro reduziert die Rente um 40% und über dem Hinzuverdienstdeckel um 100%.Damit mehr Altersrentner erwerbstätig werden und/ oder bleiben wurde für das Kalenderjahr 2020, vom 01.01. bis 31.12.2020 die Hinzuverdienstgrenze auf 44.590 Euro erhöht und es gibt keinen Hinzuverdienstdeckel.Beispiel:         Wer bereits Altersrente bezieht und pro Monat 3.500 Euro brutto, also im Kalenderjahr 42.000 Euro verdient erhält 2020 seine volle Rente neben seinen Verdienst.Wer die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht hat, die Voraussetzungen für eine Altersrente erfüllt und im Mai 2020 Rentenantrag stellt erhält bis zu einem Verdienst von 44.590 Euro für die Zeit vom 01.01. – 31.12.2020 neben seinen Verdienst ebenfalls die volle Altersrente.

  2. Grundrente ab 01.01.2021   Ist kein Grundrentenbetrag, sondern ein individueller Rentenzuschlag Anspruchsvoraussetzung:                                                                                                                                                                          1) Mindestens 33 J Pflichtbeiträge, Beschäftigung, KEZ und Pflege  Gewertet werden Beitrags-Jahre mit 0,3 bis 0,8 Entgeltpunkte (2019: 972€ – 2.593€), keine beitragsfreien Zeiten                                                                                           2) Zu versteuerndes Einkommen nach §97a SGB VI:
  • Single: bis 1.250€, darüber werden 60% angerechnet bis 1.600€, darüber zu 100%
  • Ehepaare: bis 1.950€, darüber werden 60% bis 2.300€ und darüber zu 100% angerechnet
  • Vermögen wird nicht berücksichtigt, nur Einkommen aus dem Vermögen
  • Unfallrente und Minijob werden nicht berücksichtigt

Berechnung:  Zuschlags-EP = (Max. 0,8 EP – Durchschnitts-EP (Jahre 0,3 – 0,8 EP)) * 0,875

  • Zuschlag = Su. Jahre mit 0,3 bis 0,8 EP (max. 35 J) * Zuschlags-EP * aRW
  • Zuschlagskürzung = Einkommen > 1.250€/ 1.950€ * 60%

Grundrente erhalten vor allem Frauen mit Haushalt, Kindern und Teilzeitbeschäftigung und kaum Frauen mit Haushalt und Minijob. Der rechnerische durchschnittliche Grundrentenzuschlag wird bei Frauen 37% Ihrer Rente betragen. (Prof. Aysel Yollu-Tok, Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin)

  1. Sozialgerichts – Urteile – bitte hier klicken 
  2. Informationen des Bundesverband der Rentenbeter – bitte hier kliicken
  3. Wer bis 31.03.2018 Beiträge für 2017 nachzahlt, kann früher und abschlagsfrei in Rente gehen oder sich eine höhere Rente sichern Beiträge können bis Ende März 2018 für das komplette Jahr 2017 eingezahlt werden, Die Höhe der Einzahlungen ist frei wählbar: Der monatliche Mindestbeitrag liegt für 2017 bei 84,15 Euro, der Höchstbeitrag bei 1.187,45 Euro.
    Beispiel „Mütterrente“
    Pro Kind werden einem Elternteil 3 Beitragsjahre gutgeschrieben – 2 Jahre für vor 1992 geborene Kinder. Um eine Altersrente zu erhalten, benötigt man mindestens fünf Jahre mit Beitragszeiten. Wer außer Erziehungszeiten nur wenige oder keine Beitragszeiten nachweisen kann, könnte sich also durch die Zahlung freiwilliger Beiträge einen Rentenanspruch sichern.
    Beispiel „Rente mit 63“ (Altersrente für besonders langjährig Versicherte)
    Wer von der neuen Regelung zur sogenannten Rente mit 63 profitieren möchte, sollte prüfen, ob bzw. wann durch die Zahlung freiwilliger Beiträge die Wartezeit  erfüllt wäre. Zur Wartezeit von 45 Jahren zählen unter bestimmten Voraussetzungen auch freiwillige Beiträge..
    Höhere Rente, auch wenn schon Rente gezahlt wird!
    Durch die Bestimmungen bei der Flexi-Rente können alle, die schon eine Rente beziehen, bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze freiwillige Beträge einzahlen. So können  Abschläge ausgeglichen und damit die Rente erhöht werden.Wer das reguläre Rentenalter erreicht hat, kann die Vorteile der freiwilligen Zahlungen nutzen.“, wenn er eine Teilrente von 99 % beantragt. Ausgleichzahlungen ab dem 50. Lebensjahr! Um Rentenabschläge auszugleichen und später eine höhere Rente zu erzielen sind  zusätzliche Einmalzahlungen ab dem 50. Lebensjahr möglich – und nicht wie früher ab dem 55. „Solche Einzahlungen können in voller Höhe oder aus steuerlichen Gründen auf mehrere Jahre verteilt werden. Wenn sich Versicherte dann später dazu entscheiden, die Rente ohne Abschläge oder mit geringeren Abschlägen in Anspruch zu nehmen, erhöhen sie die Rente.
  4. Mehr Rente für Pflege, auch für Rentner. Seit dem 1. Januar 2017 gibt es in der Pflegeversicherung fünf Pflegegrade. Wenn eine Pflegeperson einen Pflegebedürftigen mit mindestens Pflegegrad 2, mindestens 10 Stunden, verteilt auf wenigstens zwei Tage pro Woche pflegt und selbst nicht mehr als 30 Stunden berufstätig ist, für den bezahlt die Pflegekasse Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Wenn der Pflegende eine Vollrente bezieht und nach §42 SGB VI auf 1 % seiner Rente verzichtet und wird er Teilrentner. Dann überweist die Pflegekasse Beiträge zur Rentenversicherung und der Pflegende erhält zum 01.07. des Folgejahres mehr Rente. Beispiel: Eine Rentnerin erhält 600 Euro Rente, wenn Sie ein Jahr auf 1 % = 6 Euro pro Monat verzichtet erhöht sich zum 01.07. des Folgejahres ihre Rente zwischen 5,64 Euro (Pflegestufe 2) und 29,86 Euro (Pflegestufe 5).
  5. Spesen ohne Mehraufwand erhöhen den JAV und damit die Verletztenrente der gesetzlichen Unfallversicherung. Das bayerische LSG hat mit Urteil L 3 U 619/11 vom 29.04.2014 entschieden, dass steuerfreie und pauschal versteuerte Spesen, für welche der Versicherte keinen Mehraufwand hat zum JAV Jahresarbeitsverdienst gehören. Dies ist z.B. der Fall wenn ein Fahrer in der voll ausgestatteten Kabine eines LKW`s übernachtet.
  6. Freiwillige Beiträge bis zum 31.12.2015 können die KVdR ermöglichen. Personen die keinen Anspruch auf eine Regelaltersrente haben können freiwillig Beiträge in die Deutsche Rentenversicherung nachentrichten. Dies kann für über 65 Jährige, welche die allgemeine Wartezeit von 5 Jahren nicht erfüllen interessant sein. Maximal kann für 60 Monate der Höchstbeitrag von monatlich 1.131,35 € gezahlt werden. Das ergibt eine monatliche Rente von 319,53 Euro.  Beim Mindestbeitrag von monatlich 83,70 € beträgt die Rente 22,12 Euro pro Monat. Wer eine Rente bezieht wird, wenn die Voraussetzungen der KVdR erfüllt sind, Pflichtmitglied in der Krankenversicherung der Rentner und spart den Krankenkassenbeitrag als freiwillig Versicherter bei der Krankenkasse für Vermögenseinkünfte.Vorsorglich kann man bei der Deutschen Rentenversicherung einen formlosen Antrag stellen. Das verpflichtet zu keiner Zahlung und schafft Zeit für die Entscheidung. Rechtsgrundlage für diese Regelung ist § 282 Abs. 2 SGB VI.

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